Benzinpreis-Wucher: Tipps zum Spritsparen

Veröffentlicht am: 02. März 2012

Benzinpreis-Wucher: Tipps zum SpritsparenDie Kraftstoffpreise an den Tankstellen steigen ins Unermessliche und wir als Verbraucher können dem Treiben der Ölkonzerne nur tatenlos zusehen. Den Preis für die nächste Tankfüllung können wir zwar nicht direkt beeinflussen, sehr wohl aber gibt es einige Tipps und Tricks wie sich der Spritverbrauch und somit auch die Kostenbelastung deutlich reduzieren lässt.

FrĂĽh schalten und zĂĽgig beschleunigen

Die eigene Fahrweise hat den größten Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Eine spritsparende Fahrweise muss dabei kein Vorankommen im Schneckentempo bedeuten. Ganz im Gegenteil ist es ratsam, mit dreiviertel Gas flott zu beschleunigen. Die Gänge sollten jedoch bereits sehr früh ab 2.000 U/min hochgeschaltet werden. Mit dem Zurückschalten sollte man jedoch geiziger sein und immer im höchstmöglichen Gang fahren, solange der Motor nicht anfängt zu ruckeln. Mit der Wahl des richtigen Ganges lassen sich bereits ungefähr 20% an Kraftstoffverbrauch einsparen.

Kurzstrecken vermeiden

Unmittelbar nach dem Kaltstart verbraucht ein Auto am meisten Sprit, denn der Ottomotor muss zunächst „warmlaufen“. Ein durchschnittlicher Kleinwagen kommt auf dieser kurzen Strecke auf einen Durchschnittsverbrauch von wahnsinnigen 30 Litern pro 100km. Mehrere kleine Einzelstrecken sollten daher wenn möglich sinnvoll kombiniert werden. Man sollte sich auch gut überlegen ob man die Strecke nicht auch zu Fuß oder mit dem Rad bewältigen kann, wer fährt schon gerne ein „30-Liter-Auto“ um kurz Brötchen zu holen.

Viel Gewicht liegt schwer im Geldbeutel

100kg zusätzliches Gewicht bewirken bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch auf 100km. Man sollte also nicht mit Getränkekisten und sonstigen schweren Utensilien durch die Gegend fahren, wenn diese gerade nicht benötigt werden. Außenanbauten wie Fahrrad-Dach- und Heckträger treiben den Spritverbrauch sogar durch ihr Gewicht und die verringerte Aerodynamik um bis zu 50% in die Höhe.

Coolness kostet extra

Klimaanlagen erzeugen je nach Fahrzeugmodel, Klimaanlagentechnik und Einsatzbedingungen bis zu 2 Liter Mehrverbrauch auf 100km. Selbstverständlich spricht nichts gegen den Einsatz der Temperaturregulierungsfunktionen eines Wagens, insbesondere an sehr heißen Tagen. Man sollte sich jedoch des Mehrverbrauchs bewusst sein und die Temperatur nur regulieren, wenn dies auch wirklich nötig ist.

Regelmäßig den Reifen-Luftdruck kontrollieren

Ein niedriger Reifen-Luftdruck sorgt durch den höheren Rollwiederstand für einen unnötigen Mehrverbrauch und zusätzlichen Verschleiß. Die Empfehlung für den idealen Reifendruck lässt sich aus dem Bedienungshandbuch des Wagens entnehmen und steht auch meist in der Innenseite der Tankklappe oder der Fahrertür. Je nach Beladungszustand kann der ideale Reifendruck auch um bis zu 0,2 bar variieren. Spezielle Leichtlaufreifen können den Spritverbrauch zudem um bis zu 0,5 Liter pro 100km senken.

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